Meldung vom 4.3.2011 (Quelle: FAZ, S. 22)

... Ein Viertel der deutschen Lebensversicherer, die von den Beratungsunternehmen Bain & Company sowie Towers Watson unlängst untersucht wurden, gerät unter den Bedingungen des neuen Aufsichtsregime Solvency II in eine angespannte Lage, weil die Solvenzquote unter die kritische Grenze von 100 Prozent sinkt. Viele Unternehmen verdienen zudem ihre Kapitalkosten nicht.  ...  Unter Umständen reißen sogar noch mehr Versicherer die Solvenzgrenze, weil sich die Untersuchung auf die größten Anbieter beschränkte und die kleineren Lebensversicherer möglicherweise noch größere Probleme haben.


 

 

Versicherungen

Hinweis:

Der Bereich "Versicherungen" wird bei C.L.F. Finanzdienstleistungen komplett über einen externen Maklerpool abgewickelt.

Vorteil für Sie: Maximum an Auswahl, Neutralität, optimales Preis- Leistungsverhältnis

Nachteil: Im Schadenfall (Sachversicherungen) kein Ansprechpartner vor Ort


Lebensversicherung nach oben

Wichtiger Hinweis:

Aufgrund der aktuellen Krise kann ich den Abschluss von Kapitalbildenden Lebensversicherungen und im Zweifel auch den Abschluss von fondsgebundenen Lebensversicherungen nicht empfehlen! Es besteht Kapitalverlustrisiko!

 


Risikoversicherungen nach oben

Die Risikoversicherung gibt es in verschiedenen Ausprägungen. Ihnen gemeinsam ist, dass nur dann eine Leistung seitens des Versicherers fällig wird, wenn der Versicherungsfall während der Versicherungsdauer eintritt.
Am häufigsten ist die Risiko-Lebensversicherung mit gleich bleibender Versicherungssumme. Eine wichtige Rolle spielt aber auch die Risiko-Lebensversicherung mit fallender Versicherungssumme.
Die Risiko-Lebensversicherung zahlt bei Tod der versicherten Person die versicherte Todesfallsumme (Versicherungssumme) an die Bezugsberechtigten aus. Anwendungsbeispiele sind:

  • Absicherung von wirtschaftlich abhängigen Angehörigen
  • Sicherung von Verbindlichkeiten

Die Risiko-Lebensversicherung mit fallender Versicherungssumme wird meist zu Sicherung von Darlehen mit kontinuierlicher Tilgung verwendet. Häufig ist - zur Sicherheit des Kreditgebers - der Abschluss einer solchen Restschuldversicherung Voraussetzung der Kreditgewährung.
Daneben gibt es als Sonderfall noch die Risiko-Lebensversicherung auf verbundene Leben. Bei dieser Form der Risiko-Lebensversicherung gibt es mehrere versicherte Personen. Die versicherte Todesfallleistung wird nur einmal beim Tod einer versicherten Person während der Versicherungsdauer fällig. Die Risiko-Lebensversicherung auf verbundene Leben dient der gegenseitigen Absicherung wirtschaftlich voneinander abhängiger Personen (z. B. Geschäftspartner, (Ehe-)Paare ohne Kinder).


Berufsunfähigkeit nach oben

Erwerbsminderungsrenten-Reformgesetz 2001 und Rentenreform 2005 – erhebliche Leistungskürzungen

Seit dem Jahr 2001 werden die gesetzlichen Leistungen für den Fall, dass man nicht
mehr voll arbeiten kann, erheblich reduziert.

Renten in % vom Bruttoeinkommen1

Seit 1.1.2001

Volle Erwerbsminderungsrente

Halbe Erwerbsminderungsrente

ca. 31%

ca. 16%

Seit dem 01.01.2001 entfällt der so genannte Berufsschutz für alle nach dem 01.01.1961 Geborenen. Das heißt, wer nach dem 01.01.2001 nicht mehr in der Lage ist, seinen bisherigen Beruf auszuüben, kann bei der Feststellung seiner Erwerbsfähigkeit auf alle üblichen Berufe am allgemeinen Arbeitsmarkt verwiesen werden.

Erwerbsminderungsrenten-Reform 2001 und Rentenreform 2005 – die Regelung im Detail
Für alle Neuzugänge seit 01.01.2001 entfallen die bisherigen Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsrenten.

Arbeitsfähigkeit täglich

Erwerbsminderungsrente

Unter 3 Stunden

Volle
ca. 31 % vom letzten Brutto1

3 bis unter 6 Stunden

Halbe
ca. 16 % vom letzten Brutto1
Steht keine Arbeitsstelle zur Verfügung, wird die volle Rente gezahlt

6 Stunden und mehr

Keine Erwerbsminderungsrente

Risiko Berufsunfähigkeit
In den letzten Jahren haben jährlich rund 200.000 Menschen erstmals eine gesetzliche Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit erhalten – auch viele junge Menschen.

Was sind die häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit?

+ 31,6% Erkrankungen am Skelett- und Bewegungsapparat
+ 16,5% Erkrankungen am Herz- und Gefäßsystem
+ 15,7% Nervenkrankheiten
+ 15,0% Sonstige Erkrankungen
+ 14,3% Unfälle (Sport, Haushalt, Verkehr)
+ 6,9% Krebs, etc.

1: Faustformel, alle Prozentangaben vom Bruttoeinkommen bis max. zur Beitragsbemessungsgrenze (2004: alte Bundesländer 5.150 EUR, neue Bundesländer 4.350 EUR).

2 Arten der Versicherung gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit:

A) Berufsunfähigkeitsversicherung

Diese Versicherung ist ausgerichtet auf die Folge, nämlich Berufsunfähigkeit. Die Ursache (Krankheit, Unfall, etc.) ist nicht ausschlaggebend für die Erbringung der Leistung.

Um die Leistung ausgezahlt zu erhalten muss der Versicherte gegenüber der Versicherung nachweisen, dass er zumindest zu 50% in seiner Berufsausübung eingeschränkt ist und dies für eine ununterbrochene Dauer von mindestens 6 Monaten.
Die Berufsunfähigkeitsrente wird monatlich ausgezahlt; solange wie der Zustand der Berufsunfähigkeit anhält.

Bei klar gegebenen Berufsbildern (Büro-Angestellte, Gesellen im Handwerk, Fließbandarbeiter, etc.) ist der Nachweis leichter zu erbringen.

Hingegen ist es für Freiberufler, Selbständige, Unternehmer, etc. sehr schwierig einen Leistungsanspruch zu erwerben, da ihre Tätigkeiten häufig nicht klar einzuordnen sind. Außerdem könnten sie sich eventuell neu organisieren (Delegation von Aufgaben) und somit unter die 50%-Grenze rutschen.

Aus den o.a. Gründen empfiehlt sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung jenen, die im Arbeitnehmer- / Angestellten-Verhältnis arbeiten und eine klare Stellenbeschreibung besitzen.

B) Schwere-Krankheiten-Vorsorge (englisch: Dread Disease)

Diese Versicherung ist ausgerichtet auf die Ursache (schwere Krankheit) und nicht auf die Folge. Es spielt also keine Rolle, ob der Versicherte durch die Krankheit in seinem Beruf eingeschränkt wird.

Um die Leistung zu erhalten, muss ein ärztliches Attest vorliegen, welches eine der versicherten Krankheiten bestätigt. Innerhalb von 14 Tagen wird die Leistung durch die Versicherungsgesellschaft in einer Summe (Kapitalzahlung) ausgezahlt.

Versichert werden die häufigsten Krankheiten, wie:
+ Krebs
+ Herzinfarkt
+ Schlaganfall
+ und weitere bis zu 36 Krankheitsfälle (je nach Versicherer und Tarif)

Diese Form der Versicherung eignet sich besser für Freiberufler, Selbständige und leitende Angestellte, da nicht nach der Einschränkung im Berufsleben gefragt, sondern ausschließlich auf die Ursache abgestellt wird. Kaum absicherbar sind allerdings Psychosen und Skeletterkrankungen.

Burnout-Versicherung: Skandia erweitert Dread Disease Policen

Die Zahl der Menschen mit psychischen Krankheiten steigt stetig: Im vergangenen Jahr hat das Wort „Burnout“, der für durch Überarbeitung verursachte Erschöpfungsdepression steht, es in die Top-Ten-Liste der Wörter des Jahres geschafft.
Die Versicherungsgesellschaft Skandia reagiert und bietet nun eine finanzielle Absicherung gegen Folgen von psychischen Erkrankungen als Ergänzung zu ihren Dread Disease Policen „Skandia Komfortschutz“ an.
Im Gegensatz zu Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherungen, die die Versicherungssumme nur bei einem prognostizierten negativen Krankheitsverlauf beziehungsweise bei dauerhaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Versicherten auszahlen, reicht für die Leistung aus der Dread Disease Policen lediglich die Diagnose.
„Die Einmalzahlung aus der Versicherung erfolgt nach Diagnose, eine spätere Genesung steht ihr nicht im Weg“, erklärt Skandia. Außerdem bleibt der Versicherungsschutz auch nach der Leistung bei einer ersten schweren Erkrankung bei einer zweiten schweren Erkrankung bestehen.

aus: "Das Investment.com" vom 18. Januar 2012.

Beitragsvergleich:
Die SKV ist etwas teurer als eine BU-Versicherung. Dies liegt vor allem daran, dass die Leistung sofort und in einer Summe fällig wird, während dies bei der BU-Versicherung als Rente geschieht und auch nur so lange gezahlt wird, wie der BU-Fall vorliegt. In Deutschland werden BU-Renten im Durchschnitt ca. 3 Jahre lang gezahlt.


Unfallversicherung nach oben

Zahlen
Jedes Jahr passieren in Deutschland ca. 9 Millionen Unfälle. Davon werden 8,8 Millionen Menschen verletzt und ca. 20.000 kommen zu Tode. Glücklicherweise tragen die meisten von ihnen keinen bleibenden Schaden davon. Die Unfallversicherer zahlen jedes Jahr in etwa 800.000 Fällen Geld an die Unfallopfer. Mitgezählt sind kleine Leistungen wie Krankenhaustagegeld.
Der Sinn einer Versicherung ist es, einen Menschen für den schlimmsten Fall bestmöglich finanziell abzusichern. Statistisch gesehen ist der Eintritt des schlimmsten Falles zwar nicht sehr wahrscheinlich, aber das nützt denjenigen nichts, den ein solches Unglück trifft.
Von der Schwere des bleibenden körperlichen Schadens hängt es ab, wie viel Geld es von dem Unfallversicherer gibt. Der Invaliditätsgrad wird nach einer so genannten Gliedertaxe bemessen:

  • 70-prozentige Invalidität: Verlust eines Armes vom Schultergelenk an bzw. dessen völlige Funktionsunfähigkeit
  • 50-prozentige Invalidität: Verlust der Sehkraft auf einem Auge
  • 10-prozentige Invalidität: Verlust eines Zeigefingers

Wenn mehrere Körperteile bzw. Sinnesorgane betroffen sind, werden die einzelnen Invaliditätsgrade zusammengerechnet. Allerdings gibt es eine mehr als 100-prozentige Invalidität nicht.

Vergleich gesetzliche – private Unfallversicherung
Die gesetzliche Unfallversicherung bietet auf keinen Fall einen ausreichenden Schutz, denn sie gilt nur für Arbeitsunfälle und auf dem Weg zur und von der Arbeit. Im Kindergarten, in der Schule und Universität sind Kinder und junge Menschen geschützt – sowie auf den Hin- und Rückwegen. Jedoch passieren ca. 60 % aller Unfälle im Haushalt und in der Freizeit. Eine private Unfallversicherung ist deshalb gerade für Kinder, Auszubildende sowie alle die im Haushalt arbeiten zu empfehlen.
Allerdings ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für alle Erwerbstätigen viel wichtiger
. Eine Unfallversicherung kann die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht ersetzen, denn in ca. 90 % aller Fälle werden Sie durch eine Krankheit berufsunfähig und nicht aufgrund eines Unfalls.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ersetzt allerdings auch nicht eine Unfallversicherung. Beispielsweise ist eine kaufmännische Angestellte, die durch einen Unfall ein Bein verliert, nicht berufsunfähig. Eine Unfallversicherung würde in diesem Fall die Kosten übernehmen, um z. B. das Auto umrüsten zu lassen oder eine Haushaltshilfe zu engagieren.
Wer es sich leisten kann, sollte auf jeden Falle eine Unfallversicherung UND eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen.

 

 
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